Falsche Trageweisen

Viele Eltern denken, dass Sie Ihren Babys etwas Gutes tun, wenn sie sie mit dem Gesicht in Laufrichtung binden. Auch wenn Du es schon mal auf der Straße gesehen hast, ist dies aus folgenden Gründen falsch:


Keine Spreiz-Anhock-Haltung möglich

Der Steg zwischen den Beinen kann nicht richtig breit gezogen werden (die "Spreiz-Anhock-Haltung" ist nicht möglich und somit auch kein runder Rücken). Die Beinchen hängen unphysiologisch nach unten/hinten und baumeln herum.

Achtung Hohlkreuz

Der Rücken des Babys wird nicht richtig gestützt, da er gegen den Bauch oder die Brust des Trägers gedrückt wird und dabei ins Hohlkreuz fällt.

Stütze für das Köpfchen

Bei ganz Kleinen kann das Köpfchen nicht richtig abgestützt werden und es wackelt hin und her.

Reizüberflutung

Das Baby kann zwar nach „vorne“ sehen, aber es könnte durch die vielen Eindrücke überreizt werden. Wenn dann auch noch ein unsicheres Baby den Blickkontakt zum Träger sucht und nicht findet, kann es anfangen zu weinen.

Falscher Druck

Bei Jungen drückt das Tuch auf die Hoden, da das Baby auf dem tiefsten Punkt des Oberkörpers sitzt.


ALTERNATIVE:

Solltest Du ein sehr neugieriges Kind haben, das bei den Bauchtragevarianten nicht genug sieht, kannst Du auch die Hüfttrage- oder Rückentragevarianten ausprobieren. Bei diesen Varianten kann Dein Baby "in Fahrtrichtung" schauen.